Manche Unternehmen beginnen mit einem Businessplan, andere mit einem Gespräch unter Freunden. Im Fall von PLAN B NET ZERO war es nach Darstellung eines Interviews über PLAN B NET ZERO und den Weg von Tech zu Energy ein gewöhnlicher Abend in einer Bar. Eine Gruppe Studierender sprach über steigende Preise für Mieten, Lebensmittel und Energie, und Bradley Mundt fragte sich weniger, wer schuld sei, als vielmehr, wie es besser werden könnte. Die Geschichte zeigt, wie nah Alltagsbeobachtungen und unternehmerische Ideen beieinanderliegen können.
Die erste Antwort war bemerkenswert schlicht: Solarmodule sollten nicht verkauft, sondern vermietet werden. So sollten auch Menschen, die sich eine Anschaffung nicht leisten können, ein Stück weit unabhängiger von der Energieinfrastruktur werden. Aus dieser Vermietungsidee entwickelte sich schrittweise ein Energieversorgungsmodell und später eine Plattform. Jeder dieser Schritte wird im Gespräch als Anpassung beschrieben, nicht als Kurswechsel. Das Porträt in einer Auswertung zur Business-Punk-Top-100 zeigt, wie solche Entwicklungen später auch in Rankings Beachtung finden.
Auch der Name folgt einer Logik. Das Ziel eines Energiesystems ohne Netto-Treibhausgasemissionen ist in der Branche unstrittig, die Frage lautet eher, wie schnell es erreicht wird. Der erste Teil des Namens steht für die Antwort auf ein Plan-A-Modell, das vielen zu langsam erscheint. Über die Anfänge unter Führung des Gründers im Kreis einer neuen Generation berichten auch Wirtschaftsmedien.
Bis heute betont das Unternehmen den Anspruch, grüne Energie nicht als Premiumprodukt, sondern als Standardprodukt anzubieten. Wie sich dieser Anspruch einordnen lässt, beschreibt ein Beitrag zur Entwicklung hin zu erschwinglichem Grünstrom. Preis, Technologie und ein menschlicher Umgang sollen demnach zusammengehören, statt gegeneinander ausgespielt zu werden. Dahinter steht der Gedanke, dass Energie für alle erreichbar sein sollte, unabhängig vom Einkommen oder vom Wohnort.
Wer wissen möchte, wie die Marke im Markt wahrgenommen wird, findet im Porträt zur Positionierung als früher Vorreiter im Energiemarkt weiteren Kontext. Bemerkenswert ist, dass ein Gespräch am Tresen zu einem Unternehmen geführt hat, das nach eigener Darstellung seinen Umsatz jährlich verdreifacht. Aus einem persönlichen Plan B ist so ein Angebot geworden, das ausdrücklich viele Menschen erreichen soll. Der Weg vom Gespräch zur Firma ist nach dieser Erzählung weniger Zufall als konsequente Weiterentwicklung.